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Ernährung bei terminaler Niereninsuffizienz

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Eine angemessene Ernährung ist besonders wichtig und sollte neben der Dialyse und den Medikamenten ein fester Bestandteil Ihrer Behandlung sein.

Wenn die Nieren nicht mehr in vollem Umfang funktionieren, ist es notwendig, die Ernährung auf die Veränderung im Körper anzupassen. Im Folgenden finden Sie hilfreiche Informationen, welche Nahrungsbestandteile Ihnen gut tun und worauf Sie beim Essen und Trinken achten sollten. Die Empfehlungen zur Ernährung sind vom Stadium des Nierenversagens und der Art der Behandlung abhängig. Die nachstehenden Informationen ersetzen nicht eine intensive Ernährungsberatung. Bitte befolgen Sie die Empfehlungen Ihres Arztes und Ernährungsberaters.

 

 

  1. Als Dialysepatient haben Sie einen erhöhten Eiweißbedarf, da Eiweiß zum Teil während der Dialyse verloren geht. Sie sollten mindestens mit 1 g Eiweiß pro kg Körpergewicht rechnen, also mit 70 g Eiweiß bei 70 kg Körpergewicht. Eiweiß ist ein wichtiger Baustoff für viele Körperfunktionen. Essen Sie regelmäßig eiweißreiche Lebensmittel und sorgen Sie für eine ausreichende Energiezufuhr. Ungewollten Gewichtsverlust sollten Sie vermeiden, da Sie Kraft für die Dialyse brauchen.
  2. Ein erhöhter Phosphatspiegel kann langfristig zu Knochenentkalkung und zu Gefäßverkalkung führen. Um Herz, Gefäße und Knochen zu schützen, sollte die Phosphatzufuhr nur 800–1.200 mg/Tag betragen.
  3. Wenn die Nieren nicht mehr ausreichend Kalium ausscheiden, steigt der Kaliumspiegel im Blut (Hyperkaliämie) besonders nach dem Verzehr von kaliumreichen Lebensmitteln. Das äußert sich durch ein Taubheitsgefühl im Gesichtsbereich, Muskelzittern, steife Beine, Herzrhythmusstörungen. Hyperkaliämie ist sehr gefährlich, daher sollte die tägliche Kaliumzufuhr auf 2.000 mg Kalium pro Tag beschränkt sein.
  4. Wenn Ihre Urinausscheidung nachlässt, müssen Sie Ihre Trinkmenge begrenzen, damit Sie zwischen den Dialysen nicht übermäßig Wasser einlagern. Faustregel: Urinausscheidung + 500 ml = Flüssigkeitsmenge pro Tag.
Eiweiß ist unentbehrlich für den Aufbau und Erhalt des Körpergewebes, das Wachstum und den Schutz vor Infektionen. Es ist außerdem ein wesentlicher Bestandteil von Körperflüssigkeiten, z. B. Blut. Als Dialysepatient sollten Sie darauf achten, dass Sie genügend Eiweiß mit der Nahrung aufnehmen. Ihre Ernährungsberater berechnen die empfohlene Eiweißmenge und informieren Sie über die richtige Ernährung.

Kalzium ist ein Mineralstoff, der für den Knochenaufbau wichtig ist und zusammen mit Kalium für ein gesundes Muskel- und Skelettsystem benötigt wird. Jedoch enthalten Nahrungsmittel, die reich an Kalzium sind, auch viel Phosphor. Um den Kalziumverlust in den Knochen zu reduzieren, sollten Sie auf phosphorarme Ernährung achten und Phosphatbinder einnehmen. Um den Kalzium- und Phosphorhaushalt im Gleichgewicht zu halten und Knochenerkrankungen zu vermeiden, kann Ihr Arzt Ihnen eine bestimmte Form von Vitamin D verschreiben.

Salz kommt in den meisten Nahrungsmitteln vor und verleiht dem Essen Geschmack. Prüfen Sie gekaufte Nahrungsmittel auf deren Salzgehalt, damit Sie nicht zu viel verstecktes Salz zu sich nehmen. Natrium steuert den Flüssigkeitshaushalt des Körpers; die Reduzierung der Natriumaufnahme (hauptsächlich in Form von Salz) ist wichtig, um die Ansammlung von Flüssigkeit bei nachlassender Urinausscheidung zu vermeiden.

Kalium ist ein Mineralstoff, der die Funktion der Nerven und Muskeln unterstützt und auch in der Nahrung vorkommt. Kalium ist für die normale Erregbarkeit von Muskeln und Nerven zuständig. Überhöhte Kaliumwerte (Hyperkaliämie) oder zu niedrige Werte (Hypokaliämie) beeinträchtigen diese Organe. Wenn Ihre Nieren versagen, sollten Sie die Aufnahme kaliumreicher Nahrungsmittel reduzieren.
Phosphat ist ein Mineralstoff, der in allen Nahrungsmitteln vorkommt und für den Erhalt gesunder Knochen benötigt wird. Jedoch braucht der Körper nur bestimmte Mengen an Phosphat. Normalerweise sorgen unsere Nieren für das richtige Gleichgewicht, indem sie überschüssiges Phosphat aus dem Körper ausscheiden. Wenn Ihre Nieren versagen, müssen Sie den Phosphatgehalt im Körper reduzieren, indem Sie den Verzehr von Phosphat einschränken (phosphatarme Ernährung) und zu den Mahlzeiten ein als Phosphatbinder bezeichnetes Medikament einnehmen.

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Führen Sie genau Buch über das, was Sie essen und trinken und informieren Sie sich regelmäßig darüber, was Sie zu sich nehmen dürfen.