Glossar

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Fachbegriffe auf einen Blick zur weiteren Lektüre.

Der plötzliche und vorübergehende Verlust der Nierenfunktion. Mögliche Ursachen für akutes Nierenversagen sind eine Verminderung der Blutzufuhr zu den Nieren, gestörter Harnabfluss oder eine Verletzung der Nieren, beispielsweise durch einen größeren chirurgischen Eingriff oder einen Autounfall. Akutes Nierenversagen wird mit einer Nierenersatztherapie, in der Regel auf der Intensivstation eines Krankenhauses, behandelt.

Ein Blutgefäß, das durch die operative Verbindung einer Arterie mit einer Vene (häufig im Unterarm) angelegt wird, um den vermehrten Blutfluss zu erzeugen, der für eine effiziente Hämodialyse benötigt wird. Die AV-Fistel wird auch als native Fistel bezeichnet.

Der vom Blut auf die Wände der Blutgefäße, insbesondere die Arterien, ausgeübte Druck. Zu hoher Blutdruck erhöht die Gefahr von Herzinfarkt und Schlaganfall und wird mit blutdrucksenkenden Medikamenten (Antihypertonika) behandelt.

Ein biegsamer Kunststoffschlauch, der in eine Körperöffnung eingeführt wird, um Flüssigkeiten einzugeben oder zu entnehmen.

Der langsam voranschreitende Verlust der Nierenfunktion über mehrere Jahre hinweg, bis hin zum dauerhaften Nierenversagen. Menschen mit dauerhaftem Nierenversagen sind auf eine Dialyse oder eine Nierentransplantation angewiesen, um die Funktion der kranken Nieren zu ersetzen.
Eine Nierenfunktion von weniger als 10 %.

Entsteht aus dem Zerfall von Kreatinphosphat in den Muskeln. Ihr Arzt kann Ihre Kreatinin-Clearance prüfen und feststellen, wie effizient die Nieren das Kreatinin ausscheiden. Eine niedrige Kreatinin-Clearance ist ein Hinweis auf eine beeinträchtigte Funktion der Nieren.

Eine Krankheit, bei der ein gestörter Kohlenhydratstoffwechsel zu einem hohen Glukosegehalt im Blut führt und Nierenversagen verursachen kann. Bei ungefähr 20 % aller Patienten mit Diabetes kommt es schließlich zum Nierenversagen.

Wird in der Dialyse eingesetzt und besteht aus einer Mischung von Wasser, Glukose und Elektrolyten, die der Körper braucht. Die in der Regel in der Dialyseflüssigkeit enthaltenen Elektrolyte sind Natrium, Magnesium, Chlorid, Kalium und Kalzium. Während der Dialyse werden Abfallstoffe im Blut durch die halbdurchlässige Membran des Dialysators in die Dialyseflüssigkeit geleitet.

Ein künstliches medizinisches Behandlungsverfahren, bei dem giftige Abfallstoffe und Wasser aus dem Körper des Patienten entfernt werden.

Der Filter an einer Dialysemaschine. Der Dialysator entfernt Abfallstoffe und überschüssiges Wasser aus dem Blut.

Der Zeitraum, über den Patienten das frische Dialysat bei der Peritonealdialyse im Bauchraum behalten. Nach Ablauf der Verweilzeit wird das benutzte Dialysat entweder vom Patienten selbst oder von einem Cycler durch frisches Dialysat ersetzt.

EPO
Eine geläufige Abkürzung für Erythropoetin.

Ein von gesunden Nieren erzeugtes Hormon, das die Produktion von Erythrozyten (rote Blutkörperchen) im Knochenmark anregt. Für Nierenpatienten gibt es synthetische Versionen des Hormons. Ein Mangel an diesem Hormon kann eine renale Anämie hervorrufen.

Bezeichnet den Anteil der roten Blutkörperchen im Volumen des Blutes.

Die Substanz in den roten Blutkörperchen, die dem Transport von Sauerstoff im Körper dient. Das im Hämoglobin enthaltene Eisen ist für die rote Farbe des Blutes verantwortlich. Niedrige Hämoglobinwerte werden als Anämie bezeichnet. Anämie verursacht Müdigkeit, Kurzatmigkeit und Blässe.

Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, damit eine verpflanzte Niere nicht abgestoßen wird.

Ersatz einer kranken Niere durch eine gesunde Niere.

Bezeichnet eine Verminderung der Sauerstoff-Transportkapazität des Blutes aufgrund akutem oder chronischem Nierenversagen. Durch den Funktionsverlust der Niere entsteht ein Erythropoetinmangel, wodurch zu wenig neue rote Blutkörperchen gebildet werden.

Der Ort, an dem ein Team von medizinischen Fachkräften Nierenpatienten behandelt, die eine Dialyse benötigen.

Das Entfernen von überschüssigem Wasser aus dem Blut.

Harnstoff, ein Abfallstoff im Blut, der durch den normalen Abbau von Eiweiß in der Leber entsteht. Harnstoff wird normalerweise durch die Nieren aus dem Blut entfernt und mit dem Urin ausgeschieden. Bei Menschen mit Nierenversagen sammelt sich Harnstoff im Körper an und gibt Auskunft über die Nierenfunktion.

Damit das Blut von den Stoffwechselabbauprodukten gereinigt werden kann, muss es von der Dialysemaschine zum Dialysator, und von dort zurück zum Patienten geleitet werden. Eine wirksame Behandlung ist aber nur mit einem ausreichend hohen Blutfluss möglich. Um einen hohen Blutfluss zu erreichen, wird ein dauerhafter Gefäßzugang benötigt. Dieser Gefäßzugang kann z. B. eine AV-Fistel, eine Gefäßprothese oder ein zentraler Venenkatheter sein.

Mit Hilfe eines Implantates aus Kunststoff stellt der Gefäßchirurg operativ eine Verbindung zwischen Arterie und Vene her, wobei das Kunststoffimplantat direkt unter die Haut gelegt wird. Es erzeugt den vermehrten Blutfluss, der für eine effiziente Hämodialyse benötigt wird.

FAQs

Hier haben wir die wichtigsten Fragen und Antworten rund um die Dialyse und den Alltag mit ihr zusammengestellt. mehr